Ich erinnere mich noch gut an den Moment, als viele Zuschauer nach dem Kinostart des ersten Transformer-Films darüber diskutierten, ob aus diesem spektakulären Auftakt wirklich eine ganze Reihe entstehen würde. Damals wirkten riesige Roboter, die sich in Sekundenbruchteilen von Fahrzeugen in Kampfmaschinen verwandelten, wie ein reines Experiment für die große Leinwand. Einige Jahre später ist daraus ein eigenes Filmuniversum geworden, das Actionfans, Science-Fiction-Liebhaber und natürlich auch viele Fans der ursprünglichen Spielzeugreihe begleitet.
Wer heute wissen möchte, wie viele Transformer-Filme es eigentlich gibt, stößt schnell auf eine kleine Herausforderung: Die Filme gehören nicht alle zur gleichen Erzählphase, und die Reihenfolge der Veröffentlichung entspricht nicht immer der zeitlichen Handlung. Beim Schreiben über Filmreihen merke ich immer wieder, dass genau diese Punkte für Zuschauer wichtiger sind als reine Zahlen. Deshalb schauen wir uns die komplette Reihe einmal so an, wie ich sie auch einem Leser erklären würde, der die Filme zum ersten Mal entdecken möchte.
Die Anzahl der Transformer-Filme im Überblick
Bis heute gibt es sieben Kinofilme aus dem offiziellen Transformer-Filmfranchise. Die Reihe begann 2007 mit dem ersten Film von Michael Bay und wurde zunächst stark durch seine explosive Action-Inszenierung geprägt. Später änderte sich der Stil deutlich: Die Geschichten wurden teilweise zurückgesetzt und stärker auf einzelne Figuren konzentriert.
Die Filme teilen sich grob in zwei Bereiche. Die ersten fünf Teile erzählen eine zusammenhängende Geschichte rund um Sam Witwicky und später andere menschliche Hauptfiguren. Danach folgte mit „Bumblebee“ ein Neustart beziehungsweise eine Vorgeschichte, die einen anderen Ton anschlug. Mit „Transformers: Aufstieg der Bestien“ wurde diese neue Richtung weitergeführt.
| Film | Erscheinungsjahr | Besonderheit |
|---|---|---|
| Transformers | 2007 | Start der Live-Action-Reihe unter Michael Bay |
| Transformers: Die Rache | 2009 | Fortsetzung mit Sam Witwicky und den Autobots |
| Transformers 3 | 2011 | Größerer Konflikt zwischen Autobots und Decepticons |
| Transformers: Ära des Untergangs | 2014 | Neue menschliche Hauptfiguren und neue Ära |
| Transformers: The Last Knight | 2017 | Erweiterung der Mythologie der Transformers |
| Bumblebee | 2018 | Persönlichere Geschichte mit anderem Stil |
| Transformers: Aufstieg der Bestien | 2023 | Verbindung mit den Beast Wars und neuer Handlungsabschnitt |
Die ursprüngliche Filmreihe von Michael Bay
Der erste „Transformers“-Film aus dem Jahr 2007 war für viele Zuschauer der Einstieg in die Welt der Autobots und Decepticons. Michael Bay setzte von Anfang an auf eine Mischung aus spektakulären Verwandlungen, großen Explosionen und einer klassischen Heldengeschichte. Im Mittelpunkt stand Sam Witwicky, ein Teenager, der zufällig in den Konflikt zwischen den beiden Roboterfraktionen hineingezogen wird.
Was den Film damals besonders machte, war weniger die komplizierte Handlung als das Gefühl, etwas völlig Neues auf der Leinwand zu sehen. Die Transformationen der Fahrzeuge wirkten technisch beeindruckend, und die Autobots bekamen trotz ihrer metallischen Erscheinung klare Persönlichkeiten. Besonders Bumblebee entwickelte sich schnell zu einer der beliebtesten Figuren der Reihe.
Die Fortsetzungen „Transformers: Die Rache“ (2009) und „Transformers 3“ (2011) führten diese Richtung weiter. Die Geschichten wurden größer, die Kämpfe umfangreicher und die Bedrohungen immer globaler. Während der zweite Teil bei vielen Zuschauern wegen seiner sehr langen Actionpassagen gemischte Reaktionen auslöste, brachte der dritte Film mit der Schlacht um Chicago einen der bekanntesten Momente der gesamten Reihe.
Ein Wechsel nach fünf Filmen: Neue Figuren und neue Perspektiven
Mit „Transformers: Ära des Untergangs“ begann 2014 eine neue Phase. Shia LaBeouf verabschiedete sich aus der Hauptrolle, und Mark Wahlberg übernahm als Cade Yeager. Die Geschichte wurde neu ausgerichtet und beschäftigte sich stärker mit der Frage, wie Menschen und Transformers nach den früheren Konflikten miteinander umgehen.
Der Film führte außerdem neue Transformer-Figuren ein und verband die Handlung stärker mit der Vergangenheit der Roboter. Für mich ist dieser Teil interessant, weil man hier deutlich erkennt, wie sehr die Reihe versucht hat, ihre eigene Mythologie auszubauen. Gleichzeitig blieb der typische Michael-Bay-Stil erhalten: viel Tempo, große Bilder und Kämpfe, die bewusst auf die große Kinoleinwand ausgelegt waren.
„Transformers: The Last Knight“ aus dem Jahr 2017 setzte diesen Ansatz fort. Der Film ging noch stärker in Richtung einer erweiterten Geschichte über die Ursprünge der Transformers auf der Erde. Für Zuschauer, die vor allem wegen der Roboter-Action gekommen waren, war diese Mischung aus historischen Elementen, Science-Fiction und Fantasy allerdings nicht für alle leicht zugänglich.
Warum „Bumblebee“ für die Reihe so wichtig war
Der Film „Bumblebee“ aus dem Jahr 2018 war ein deutlicher Stilwechsel. Statt die Geschichte immer größer und lauter zu machen, konzentrierte sich der Film auf eine einzelne Figur und eine kleinere, persönlichere Handlung. Die Beziehung zwischen Bumblebee und der jungen Charlie Watson steht im Mittelpunkt.
Viele Zuschauer empfanden diesen Film als Rückkehr zu den emotionaleren Seiten der ursprünglichen Transformer-Idee. Bumblebee war nicht einfach nur eine Kampfmaschine, sondern eine Figur mit Humor, Unsicherheit und einer eigenen Persönlichkeit. Auch optisch unterschied sich der Film von den vorherigen Teilen: Die Designs orientierten sich stärker an den klassischen Zeichentrickversionen der 1980er-Jahre.
Interessant ist dabei, dass „Bumblebee“ nicht einfach nur ein weiterer Teil der alten Reihe war. Er funktioniert gleichzeitig als Vorgeschichte und als möglicher Neuanfang. Genau deshalb fragen sich viele Fans, welche Filme eigentlich zusammengehören. Diese Unsicherheit ist verständlich, denn die Filmreihe hat ihre eigene Chronologie im Laufe der Jahre mehrfach verändert.
Die aktuelle Richtung mit „Aufstieg der Bestien“
Mit „Transformers: Aufstieg der Bestien“ aus dem Jahr 2023 wurde die Geschichte erneut erweitert. Der Film führte die sogenannten Maximals ein, eine Gruppe von Transformers, die sich in Tiere verwandeln können. Damit griff der Film Elemente aus der bekannten „Beast Wars“-Ära auf, die viele Fans bereits aus anderen Medien kannten.
Der Film spielt in den 1990er-Jahren und versucht, die Welt der Autobots mit einer größeren Mythologie zu verbinden. Gleichzeitig bleibt er zugänglicher als einige der späteren Michael-Bay-Filme. Die Handlung konzentriert sich stärker auf die Figuren und weniger ausschließlich auf die Zerstörung großer Städte.
Für Zuschauer, die alle Filme gesehen haben, ist dieser Teil besonders spannend, weil er zeigt, dass das Franchise noch lange nicht abgeschlossen sein muss. Die Transformers-Welt bietet viele Möglichkeiten für neue Geschichten, denn die ursprüngliche Idee – eine geheime Roboterwelt mitten unter Menschen – lässt sich immer wieder anders erzählen.
In welcher Reihenfolge sollte man die Transformer-Filme schauen?
Wenn man die Filme zum ersten Mal sieht, empfehle ich meistens die Reihenfolge der Veröffentlichung. Dadurch erlebt man die Entwicklung der Reihe so, wie sie auch das Publikum im Kino erlebt hat. Man sieht, wie sich die Technik verbessert, wie sich die Erzählweise verändert und warum bestimmte Figuren später wichtiger wurden.
Die chronologische Reihenfolge innerhalb der Filmwelt ist etwas komplizierter. „Bumblebee“ spielt zeitlich vor den meisten anderen Filmen, während „Aufstieg der Bestien“ ebenfalls in der Vergangenheit angesiedelt ist. Trotzdem funktionieren beide Filme besser, wenn man bereits weiß, wie sich die Reihe insgesamt entwickelt hat.
Mein persönlicher Eindruck nach vielen Filmreihen dieser Art: Die Veröffentlichungsreihenfolge erzählt oft nicht nur eine Geschichte, sondern auch die Geschichte der Produktion selbst. Man erkennt, welche Ideen funktioniert haben, welche Richtungen ausprobiert wurden und wie sich die Erwartungen der Zuschauer verändert haben.
Was macht die Transformer-Filme bis heute erfolgreich?
Die Stärke der Reihe liegt nicht ausschließlich in den Robotern. Natürlich sind die Verwandlungen und die gewaltigen Actionszenen ein wichtiger Teil des Erfolgs. Aber Figuren wie Optimus Prime und Bumblebee funktionieren, weil sie klare Eigenschaften bekommen haben. Optimus Prime steht für Verantwortung und Schutz, während Bumblebee oft die emotionalere Verbindung zwischen Mensch und Maschine darstellt.
Außerdem sprechen die Filme ein sehr einfaches, aber wirkungsvolles Grundthema an: Was passiert, wenn eine fremde Technologie auf unsere Welt trifft? Diese Mischung aus Science-Fiction, Abenteuer und klassischem Kampf zwischen Gut und Böse macht die Reihe auch für Zuschauer interessant, die normalerweise keine reinen Roboterfilme sehen.
Natürlich unterscheiden sich die Meinungen über einzelne Teile stark. Manche Fans bevorzugen die riesigen Actionfilme von Michael Bay, andere mögen den ruhigeren Stil von „Bumblebee“. Genau diese Unterschiede zeigen aber auch, warum die Reihe über viele Jahre hinweg im Gespräch geblieben ist.
Die Zukunft der Transformer-Filmreihe
Nach sieben Filmen ist die Geschichte der Transformers im Kino noch nicht abgeschlossen. Das Franchise besitzt eine lange Vorgeschichte aus Comics, Serien und Spielzeugen, aus der neue Filme schöpfen können. Für Zuschauer bedeutet das: Die Zahl der Filme wird vermutlich weiter wachsen.
Wenn ich die Entwicklung der Reihe betrachte, fällt vor allem eines auf: Transformers hat sich mehrfach neu erfunden. Angefangen als spektakuläres Actionkino, entwickelte sich die Reihe weiter zu einer Mischung aus persönlichem Abenteuer, Science-Fiction und großer Mythologie. Genau darin liegt vielleicht der Grund, warum die Filme trotz unterschiedlicher Reaktionen immer wieder ein Publikum finden.
Am Ende bleibt die Frage nach der Anzahl der Filme fast weniger interessant als die Reise durch diese sieben Geschichten. Hinter jedem Teil steht eine bestimmte Phase des Kinos, ein anderer Umgang mit Technik und ein anderer Versuch, die Idee von lebenden Maschinen neu zu erzählen. Wer sich darauf einlässt, entdeckt nicht nur kämpfende Roboter, sondern auch die Entwicklung einer der bekanntesten modernen Filmreihen.
Illustrationen und Bilder: Magnific (https://www.magnific.com)
Zwischen Netflix, Prime Video und Co. verstecken sich regelmäßig Produktionen, die viel zu schnell untergehen. Auf der Suche stehen deshalb nicht nur große Neuerscheinungen, sondern vor allem Filme und Serien, bei denen sich das Einschalten wirklich lohnt.
