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Wie viele King-Kong-Filme gibt es? Ein Überblick über alle bekannten King-Kong-Verfilmungen

Als ich vor einigen Jahren für eine Filmreihe über klassische Monsterfiguren recherchiert habe, fiel mir auf, wie unterschiedlich Menschen über King Kong sprechen. Für manche ist er einfach der riesige Affe vom Empire State Building, für andere beginnt die Geschichte schon mit dem Abenteuerfilm aus den 1930er-Jahren oder reicht bis zu den modernen Monster-Universen von Hollywood. Genau diese Mischung macht die Frage „Wie viele King-Kong-Filme gibt es?“ interessanter, als sie auf den ersten Blick wirkt.

Wenn ich mit Lesern über die Figur spreche, merke ich oft, dass die Zählweise das eigentliche Problem ist. Zählt man nur Filme, in denen King Kong die Hauptfigur ist? Nimmt man japanische Produktionen dazu? Gehören moderne Filme mit gemeinsamen Monsterwelten ebenfalls in die Reihe? Je nachdem, wie man die Frage beantwortet, kommt man auf unterschiedliche Zahlen. In diesem Überblick ordne ich die bekannten Verfilmungen ein und zeige, wie sich die Figur über fast ein Jahrhundert verändert hat.

Der Ursprung: Der Film, der King Kong unsterblich machte

Die Geschichte beginnt mit „King Kong“ aus dem Jahr 1933. Dieser Film von Merian C. Cooper und Ernest B. Schoedsack ist nicht nur der erste King-Kong-Film, sondern auch einer der wichtigsten Abenteuer- und Fantasyfilme der Filmgeschichte. Als ich ihn zum ersten Mal bewusst gesehen habe, war vor allem überraschend, wie modern viele Szenen noch wirken. Natürlich erkennt man die technischen Grenzen der damaligen Zeit, aber die Atmosphäre auf der geheimnisvollen Insel, die Stop-Motion-Effekte und die Tragik der Figur funktionieren bis heute.

King Kong war damals kein gewöhnliches Monster. Die Filmemacher erzählten nicht nur von einem riesigen Wesen, das Gebäude zerstört. Hinter der spektakulären Oberfläche steckt eine Geschichte über Ausbeutung, Faszination und die Begegnung zweier völlig verschiedener Welten. Genau deshalb blieb der Film länger im Gedächtnis als viele andere Monsterfilme seiner Epoche.

Der Erfolg führte dazu, dass bereits im selben Jahr eine Fortsetzung entstand. „Son of Kong“ (1933) setzte die Geschichte direkt fort und zeigte einen kleineren Verwandten von Kong. Der Film erreichte nie den gleichen Kultstatus wie sein Vorgänger, ist aber für die Entwicklung der Reihe interessant, weil er bereits zeigte, dass das Studio die Figur weiter nutzen wollte.

Die Rückkehr der Figur: King Kong zwischen Hollywood und Japan

Nach einer langen Pause kehrte King Kong erst Jahrzehnte später wieder auf die Leinwand zurück. Die erste große Neuinterpretation war „King Kong“ von 1976. Statt einer klassischen Abenteuerinsel verlagerte der Film die Handlung stärker in die Gegenwart. Die berühmte Begegnung mit dem Empire State Building blieb erhalten, wurde aber mit den technischen Möglichkeiten der 1970er-Jahre neu umgesetzt.

Interessant finde ich an dieser Version vor allem, wie stark sich die Wahrnehmung von Kong verändert hatte. Der Riese war nicht mehr nur eine Sensation, sondern wurde noch deutlicher als tragische Figur dargestellt. Der Film zeigt eine Zeit, in der Hollywood alte Stoffe gerne mit einem moderneren Blick neu erzählte.

Eine weitere wichtige Station ist die japanische Produktion „King Kong gegen Godzilla“ aus dem Jahr 1962. Dieser Film gehört zu den ungewöhnlichsten Kapiteln der Reihe. Die Begegnung der beiden berühmtesten Monsterfiguren Japans und Amerikas war weniger realistisch angelegt, sondern setzte auf Spektakel und den Charme des Kaiju-Kinos. Gerade aus heutiger Sicht besitzt der Film einen besonderen Reiz, weil er zeigt, wie unterschiedlich Kulturen mit denselben Figuren umgehen können.

Peter Jacksons King Kong: Eine Liebeserklärung an das Original

Viele Zuschauer verbinden King Kong heute mit der Version von Peter Jackson aus dem Jahr 2005. Der Regisseur, der zuvor mit „Der Herr der Ringe“ weltweit bekannt geworden war, machte keinen einfachen Neuaufguss. Sein Film ist vielmehr eine sehr persönliche Hommage an das Original von 1933.

Beim Anschauen merkt man, dass Jackson die alte Geschichte nicht nur modernisieren wollte. Er übernimmt viele Elemente des Klassikers, darunter die Reise zur Insel, die Beziehung zwischen Ann Darrow und Kong sowie den tragischen Ausgang. Gleichzeitig erweitert er die Welt mit längeren Szenen auf der Insel und einer deutlich ausgearbeiteten Beziehung zwischen Mensch und Tier.

Besonders gelungen finde ich die Darstellung von Kong selbst. Er wirkt nicht wie ein typisches Filmmonster, sondern wie ein Lebewesen mit eigenen Reaktionen und einer klaren Persönlichkeit. Die Technik hinter der digitalen Darstellung war damals aufwendig, aber entscheidend war nicht nur die Animation, sondern die emotionale Wirkung der Figur.

Das moderne Monster-Universum: Kong im Zeitalter der Blockbuster

Mit „Kong: Skull Island“ aus dem Jahr 2017 begann ein neuer Abschnitt. Der Film gehört zum sogenannten MonsterVerse von Hollywood und erzählt nicht einfach noch einmal dieselbe Ursprungsgeschichte. Stattdessen zeigt er eine frühere Phase von Kong und stellt ihn in eine größere Welt voller gigantischer Kreaturen.

Dieser Film verändert auch die Rolle der Figur. Während Kong früher häufig als missverstandenes Wesen dargestellt wurde, erscheint er hier stärker als Beschützer seiner Insel. Die Geschichte ist deutlich stärker auf Action und große Bilder ausgerichtet. Wer die alten Filme wegen ihrer melancholischen Stimmung liebt, findet hier einen anderen Zugang, aber die Grundidee eines außergewöhnlichen Wesens bleibt erhalten.

Die wichtigsten bekannten King-Kong-Filme lassen sich ungefähr so einordnen:

  1. King Kong (1933) – der Klassiker und Ursprung der Figur.
  2. Son of Kong (1933) – direkte Fortsetzung mit einer neuen Riesengorilla-Geschichte.
  3. King Kong gegen Godzilla (1962) – japanischer Monsterfilm mit zwei berühmten Figuren.
  4. King Kong (1976) – moderne Neuinterpretation der klassischen Geschichte.
  5. King Kong (2005) – Peter Jacksons aufwendige Hommage an das Original.
  6. Kong: Skull Island (2017) – Beginn der modernen MonsterVerse-Version.
  7. Godzilla vs. Kong (2021) – erneute Begegnung mit Godzilla in einem gemeinsamen Universum.
  8. Godzilla x Kong: The New Empire (2024) – Fortsetzung der MonsterVerse-Reihe mit Kong als zentraler Figur.

Warum die Anzahl der King-Kong-Filme unterschiedlich angegeben wird

Wer im Internet nach der Anzahl der King-Kong-Filme sucht, findet verschiedene Antworten. Das liegt nicht daran, dass jemand falsch zählt, sondern daran, dass die Grenzen unterschiedlich gesetzt werden. Einige Filmfans rechnen nur die Produktionen, in denen Kong eindeutig die Hauptrolle spielt. Andere zählen alle Filme dazu, in denen die Figur eine wichtige Rolle übernimmt.

Auch kleinere Auftritte, Neuveröffentlichungen und Verbindungen zu anderen Monsterreihen sorgen für Verwirrung. Eine eindeutige Zahl hängt deshalb von der Definition ab. Für eine klassische Übersicht kann man von mehr als sieben großen Kinofilmen sprechen, wenn man die bekannten internationalen Produktionen berücksichtigt.

Daneben existieren auch Serien, Zeichentrickproduktionen und verschiedene Ableger. Diese erweitern die Welt rund um Kong, gehören aber nicht immer zu den eigentlichen Kinofilmen. Bei einer Filmografie würde ich deshalb zwischen den großen Leinwandauftritten und den weiteren Medien unterscheiden.

Was King Kong über die Jahrzehnte verändert hat

Beim Vergleich der Filme fällt auf, dass King Kong immer etwas anderes verkörpert hat. In den 1930er-Jahren war er ein Symbol für das Unbekannte und die Faszination fremder Welten. In späteren Versionen wurde er stärker zu einer tragischen Figur, die zwischen Menschen und Natur steht. Die modernen Filme setzen ihn dagegen häufiger als mächtigen Bewohner einer größeren Monsterwelt ein.

Gerade diese Wandelbarkeit erklärt vielleicht, warum die Figur nicht verschwunden ist. Viele Filmmonster funktionieren nur in einer bestimmten Zeit. King Kong kann dagegen immer wieder neu interpretiert werden, weil die Grundidee einfach bleibt: Ein außergewöhnliches Wesen trifft auf eine Welt, die es nicht versteht.

Meine Sicht auf die lange Geschichte von King Kong

Wenn ich heute einen Einstieg in die Reihe empfehlen müsste, würde ich nicht unbedingt mit dem neuesten Film beginnen. Die alten Versionen zeigen besser, warum diese Figur überhaupt eine solche Wirkung bekommen konnte. Gleichzeitig haben die modernen Produktionen ihre eigene Stärke, weil sie die technische Entwicklung des Kinos sichtbar machen.

Vielleicht liegt die besondere Faszination von King Kong genau in diesem Gegensatz. Er ist gleichzeitig ein Relikt aus der frühen Filmgeschichte und eine Figur, die problemlos in aktuelle Blockbuster passt. Fast hundert Jahre nach seinem ersten Auftritt steht der riesige Affe noch immer zwischen Mythos und moderner Unterhaltung. Und genau deshalb lohnt es sich, nicht nur zu zählen, wie viele Filme es gibt, sondern auch zu betrachten, was jede einzelne Generation aus dieser außergewöhnlichen Figur gemacht hat.

Illustrationen und Bilder: Magnific (https://www.magnific.com)

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